Atmosphärische Luft
Was ist atmosphärische Luft – und warum ist sie so wichtig?
Luft ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Ohne Essen überleben wir wochenlang, ohne Wasser einige Tage – aber ohne Luft nur wenige Minuten. Doch nicht jede Luft ist gleich gut zum Atmen.
Woraus besteht die Luft, die wir atmen?
Die Zusammensetzung ist präzise abgestimmt:
78 % Stickstoff – der Hauptbestandteil
21 % Sauerstoff – der Lebensspender
1 % Argon – ein Edelgas
0,03 % Kohlendioxid (CO₂) – in kleinen Mengen unbedenklich
Spurengase wie Wasserstoff, Neon, Krypton, Helium, Ozon und Xenon
Diese Mischung ist perfekt für unseren Körper. Verschiebt sich das Verhältnis, wird's gefährlich.
Wann wird Luft gefährlich?
Zwei Grenzwerte sollten Sie kennen:
Sauerstoff unter 12 %: Schon nach kurzer Zeit drohen Schwindel, Atemnot, Bewusstlosigkeit. Normalerweise liegt der Wert bei 21 %.
Kohlendioxid über 5 %: Kopfschmerzen, Übelkeit, im Extremfall Bewusstlosigkeit. Normalerweise liegt der Wert bei 0,03 %.
Je länger Sie in solcher Luft bleiben, desto größer der Schaden für Ihre Gesundheit.
Wie viel Luft braucht ein Mensch?
Pro Stunde verbrauchen wir etwa 30 Liter Sauerstoff. Gleichzeitig atmen wir Kohlendioxid aus. Und genau hier liegt das Problem: Um die gefährliche CO₂-Grenze nicht zu überschreiten, brauchen wir rund 5 Kubikmeter frische Luft pro Stunde.
Das klingt nach viel – ist aber im Vergleich zu anderen Lebewesen wenig. Der Grund: Unser Körper erzeugt relativ wenig CO₂.
Wie helfen Lüftungsanlagen?
Moderne Klima- und Lüftungsanlagen liefern 15 bis 20 Kubikmeter Frischluft pro Person und Stunde. Das deckt den Bedarf locker ab – und schafft gleichzeitig ein angenehmes Raumklima.
In manchen Situationen brauchen Sie sogar noch mehr Luftaustausch:
Beim Heizen oder Kühlen: Luft transportiert Wärme oder Kälte
Bei Luftverunreinigungen: Dämpfe, Staub oder Gerüche müssen schnell abgeführt werden
In stark frequentierten Räumen: Mehr Menschen = mehr CO₂
Das Wichtigste in Kürze: Atmosphärische Luft besteht zu 21 % aus Sauerstoff und 78 % aus Stickstoff. Fällt der Sauerstoffgehalt unter 12 % oder steigt das CO₂ über 5 %, wird's gefährlich. Lüftungsanlagen sorgen für ausreichend Frischluft – mindestens 5 Kubikmeter pro Stunde und Person.